Anaplasmose

Home / Mittelmeerkrankheiten / Anaplasmose

Anaplasmose wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Durch den Biss des Holzbocks, werden Bakterien übertragen. Diese Bakterien befallen bestimmte weiße Blutkörperchen, die Granulozyten, vermehren sich dort und zerstören sie. Mindestens 24h muss die Zecke Blut saugen, um Anaplasmose erfolgreich zu übertragen.

Übertragungsweg

Der Biss einer Zecke. Es gibt den gemeinen Holzbock, dieser überträgt Anaplasma phagocytophilum und die Braune Hundezecke, diese überträgt Anaplasma platys. Die Braune Hundezecke ist in mediterranen Regionen beheimatet und überlebt nicht lange in unserer kühlen Region.

Symptome/Diagnose

Es gibt viele klinische Symptome von Anaplasmose. Diese reichen von Apathie, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Fressunlust bis zu hohem Fieber über 3 bis 5 Tage. Verstärkter Durst kann sich bemerkbar machen. Auch Milz- und Lebervergrößerungen, Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Gliedmaßen und Lymphknotenschwellungen können zu den Symptomen gehören. Diese machen sich durch das Abtasten bemerkbar, da der Hund dies entweder vermeiden möchte, oder auch schmerzempfindlich darauf reagiert. Bewegungsunlust, Lahmheit, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen und -Gelenkschwellungen sind weitere Symptome.

Komplikationen dieser Erkrankung sind Atemnot, Hirnhautentzündung und Organversagen. Anaplasmose kann tödlich verlaufen, dies aber nur in weit fortgeschrittenen Fällen.

Erst ca. einen Monat nach dem Biss machen sich in der Regel die Symptome bemerkbar und auch erst dann, kann der Tierarzt durch einen Schnelltest Erreger nachweisen.

Behandlung

Behandelt wird durch ein Antibiotikum (Doxycyclin), welches über mehrere Wochen verabreicht wird. Ja nach auftretenden Beschwerden, müssen diese symptomatisch behandelt werden.

Wichtig zur Vorbeugung ist ein ausreichender Zeckenschutz. Dafür stehen viele verschiedene Mittel zur Verfügung. Ein reines Absammeln der Zecken nach einem Spaziergang stellt jedoch keinen geeigneten Schutz dar. Mittlerweile stehen Mittel mit repellierender Wirkung zur Auswahl. Dies bedeutet, dass die Zecken abgewehrt werden, bevor sie überhaupt beißen.