Giardien

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Giardien, genauer gesagt Giardia intestinales, ist ein einzelliger Darmparasit der Mensch und Tier befallen kann. Er ist mikroskopisch klein und kommt auf der ganzen Welt vor. Bei immungeschwächten Tieren und Menschen sowie Junghunden, aber auch bei anderweitigen Erkankungen, können Giardien schwere Durchfälle auslösen. Die Krankheit nennt sich dann Giardiose. Die Übertragung von Giardien über den Hund auf den Menschen kommt zwar nur selten vor, kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Übertragungsweg

Es gibt unterschiedliche Übertragungswege für den Hund. Das gegenseitige Anlecken, das Beschnüffeln und Anlecken einer Hinterlassenschaft im Gras beim Gassigang, das Teilen einer Wasserschüssel oder dem Trinken aus einer Pfütze. Man selbst kann die Erreger auch mit seinen Schuhen in das Haus bringen.

Symptome/Diagnose

Das Anzeichen schlechthin für den Befall von Giardien, ist ein übelriechender Durchfall. Dieser ist immer wiederkehrend und der Kot kann schleimig und hell sein. Giardien verhindern die Nährstoffaufnahme, somit kann ein Hund entweder an Gewicht verlieren, oder auch keines zunehmen. Bauchkrämpfe, Erbrechen, Blähungen und Abgeschlagenheit sind weitere Anzeichen.

Eine genaue Diagnose kann nur der Tierarzt mittels einer Kotprobe stellen. Dafür sollten mehrere Kotproben gesammelt werden, da nicht jeder Kot die Erreger enthält. Ein Schnelltest gibt dann rasche Gewissheit. Wenn der Gesundheitszustand eines Hundes schon auffallend schlecht ist, wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Behandlung

Es gibt entsprechende Präparate (Fenbendazol und Metronidazol), die der Hund über mehrere Tage einnehmen muss. Begleitend zur Therapie, hat sich die Morosche Möhrensuppe bewährt. 5 bis 7 Tage nach der Behandlung, sollte erneut ein Schnelltest durchgeführt werden. Man hat mit der Behandlung eine 80%ige Wahrscheinlichkeit, dass diese auch anschlägt. Mehrmalige Behandlungen sind somit keine Seltenheit und stellen keine Ausnahme dar.

Natürlich ist auch die passende Hygiene wichtig, um Giardien vorzubeugen und/oder die Behandlung zu unterstützen und eine Ausbreitung zu verhindern. Futter- und Wassernäpfe sollten täglich gereinigt und mit heißem Wasser übergossen werden. Die Schlafplätze des Hundes sollten ebenfalls regelmäßig gereinigt werden und auch die Hinterlassenschaft des Hundes sollte weggeräumt und entsorgt werden. Der Hund sollte, gerade bei längerem Fell, regelmäßig gebadet werden. Als Mensch wäscht man sich natürlich regelmäßig die Hände und kann bei Bedarf auch auf Desinfektionsmittel zurückgreifen.