Ehrlichiose

Home / Mittelmeerkrankheiten / Ehrlichiose

Was ist Ehrlichiose?

Die Ehrlichiose wird, wie auch die Anaplasmose, umgangssprachlich als Zeckenfieber bezeichnet. Übertragen wird die Ehrlichiose durch die Braune Hundezecke. Es ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vorwiegend im Mittelmeerraum und den Tropen vorkommt.

Übertragungsweg

Wenn die Braune Hundezecke zubeißt, werden frühestens 3 Stunden später die Ehrlichiose auslösenden Bakterien auf den Hund übertragen. Innerhalb von 7 bis 20 Tagen kommt es zu den ersten Anzeichen.

Symptome/Diagnose

Die Ehrlichiose verläuft in 3 Phasen.

Phase 1 (die akute Phase, Dauer 2 bis 4 Wochen):

In dieser Phase kommt es zu Fieber, Erbrechen, geschwollenen Lymphknoten, verminderte Anzahl an Blutplättchen, Atemnot, Apathie, Lethargie, Nasen- und Zahnfleischbluten, Petechien (punktuelle Einblutung der Haut) und Magen-Darmbeschwerden. Die Schleimhäute sind blass und auch Nervenstörungen wie Muskelzuckungen können auftreten. Die Milz kann krankhaft vergrößert sein und der Hund kann das Fressen einstellen. All die Symptome sind wiederkehrend. Phase 1 erinnert stark an Anaplasmose, jedoch sind bei Ehrlichiose die Symptome oftmals stärker ausgeprägt.

Phase 2 (subklinische Phase, Dauer Wochen bis Jahre):

In dieser Phase gibt es keine Symptome. Entweder schafft es das Immunsystem die Krankheit zu bekämpfen und somit ist der Hund gesund, oder es kommt zu Phase 3.

Phase 3 (chronische Phase):

In der dritten Phase ist die Ehrlichiose chronisch geworden. Veränderungen am Knochenmark und im Blutbild sind ersichtlich. Es kann zu Entzündungen der Augenhaut, Netzhautablösung und Hornhauttrübungen kommen. Das Immunsystem kann so gestört werden, das es sich selbst bekämpft. Gehirnschäden, Muskelschwund und Epilepsie sind nur wenige Beispiele für die Folge dessen. Bei dem milderen Verlauf der dritten Phase, flammen die Symptome der ersten Phase wieder auf. Die chronisch schleichende Variante führt meist zum Tod des Hundes.

Ehrlichiose kann per Gewebeprobe oder mittels Bluttest nachgewiesen werden.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika über mehrere Wochen. Ehrlichiose ist gut behandelbar, leider jedoch nicht immer heilbar. Die chronische Variante der Ehrlichiose endet für viele Hunde tödlich.

Vorbeugend gibt es verschiedene Zeckenmittel zur Wahl.