🍀Wie Clarky zu uns kam – ein Erfahrungsbericht 🍀

von | Dez 1, 2023 | GlĂŒckskind-Erfahrungsbericht

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Erfahrungsbericht Pflegestelle mit Option – Hund CLARKY

Drei lange Jahre COVID-Pandemie haben unser Arbeitsleben nachhaltig verĂ€ndert: WĂ€hrend das Arbeiten von zuhause (Home Office) frĂŒher die Ausnahme war hat es sich in einigen Berufsgruppen, so wie auch in unseren, heute fest etabliert. Konkret bedeutet dies fĂŒr uns als Paar in seinen Dreißigern, dass wir nun auf Dauer zwischen BĂŒroanwesenheit außer Haus bzw. SelbststĂ€ndigkeit und dem Arbeiten im Home Office tageweise wĂ€hlen und uns dabei abwechseln können. Dank dieser Planungssicherheit wollten wir schließlich den Wunsch nach einem eigenen Hund als neuem Familienmitglied verwirklichen.

Uns waren bei der Suche nach unserem „Fellkind“ vorab drei Punkte sehr wichtig:

  • Es war, ist und wird fĂŒr uns immer Ehrensache sein, ein Tier aus dem Tierschutz bei uns aufzunehmen, denn davon gibt es wahrlich (und leider) genug. Etwaige Alternativen wie ein Hund vom ZĂŒchter schließen sich damit von selbst aus.
  • FĂŒr uns kommen nur seriöse Tierschutzvereine fĂŒr die Vermittlung infrage. Dubioses HobbyzĂŒchten und Verscherbeln von Tieren etwa via Ebay Kleinanzeigen, durch „Bekannte“ etc. ohne jegliche PrĂŒf- oder Kontrollmechanismen, wie auch ein Kauf trotz unklarer Herkunft/Vorgeschichte (illegale Welpen-/Hundetransporte usw.) lehnen wir kategorisch ab.
  • Der Hund soll zu uns und unserem Leben passen und soll davon ein integraler Bestandteil werden. Wir und unser Leben mĂŒssen aber auch zu dem Hund passen. Da muss man ehrlich und fair sein.

So haben wir zunĂ€chst die Websites der lokalen Tierheime bzw. Tierschutzvereine durchsucht, doch hier schlichtweg nicht „unseren Kandidaten“ gefunden. Denn trotz guter und nötiger VorĂŒberlegungen, was man leisten kann und leisten möchte, ist es doch am Ende das BauchgefĂŒhl, womit man die finale Entscheidung fĂ€llt. So haben wir im Anschluss bei Shelta gesucht, dem großen Online-Tierheim vom Haustierregister TASSO e.V. Denn so grotesk es klingt, hier kann man richtige Suchkriterien zum Filtern der Ergebnisse auswĂ€hlen, und kaum getan, spuckte uns das System immer noch Hunderte Anzeigen von Tierschutzhunden aus, die ein Zuhause suchen.

Wir ĂŒberblickten grob die Ergebnisse und da war es plötzlich, das BauchgefĂŒhl: Wir sahen Clarkys Anzeige. Unter allen war er der Einzige, der fĂŒr uns infrage kam. Uns hat zudem sehr gefreut, dass er schwarzes Fell hat und kein Welpe mehr ist (eines unserer Suchkriterien), da wir wissen, dass schwarze Tiere es aufgrund der Optik, Vorurteilen oder Aberglauben leider ohnehin schwerer haben, vermittelt zu werden, und die Chancen nach dem Welpenalter noch weiter sinken. Das also war unsere Chance, einem Tier ein neues Zuhauses zu schenken. Denn wie hatten wir einmal gehört: Du kannst nicht die ganze Welt und alle Tiere retten, aber du kannst die ganze Welt eines Tieres retten. Und das sollte der knapp eineinhalbjĂ€hrige Clarky von einer MĂŒllhalde aus Kroatien sein.

Pflegestelle mit Option
Neben der direkten Adoption und dem Dasein als Pflegestelle lasen wir auf der Website von Hands4Animals (H4A), dass es als temporĂ€ren „Mittelweg“ die Möglichkeit einer Pflegestelle auf Option gibt, was fĂŒr uns ideal war: Vier Wochen lernt man das Tier kennen und das Tier lernt in Ruhe die Familie kennen, bevor man sich fĂŒr die Adoption und damit fĂŒr die volle Verantwortung, ein Tierleben lang, entscheidet- oder dagegen. In diesem Fall verbleibt das Tier in der Familie, wird aber von H4A (wieder) in die aktive Vermittlung aufgenommen.

Es sei gesagt, dass uns wĂ€hrend des gesamten Bewerbungsprozesses vom Absenden unserer Online-Selbstauskunft bis hin zum Telefoninterview und der Vorort-Kontrolle Ehrlichkeit gegenĂŒber und auch seitens des Vereins sehr wichtig war, denn nur so können die Weichen fĂŒr eine erfolgreiche Adoption gestellt werden. GlĂŒcklicherweise haben wir den Austausch immer als sehr ehrlich und aufrichtig empfunden und hatten somit ohnehin wenig Bedenken, dass Clarky nicht gut zu uns passen wĂŒrde. „Auf Option“ war fĂŒr uns neben unserem Vertrauen in H4A einfach eine doppelte Absicherung, sollte es am Ende ĂŒberraschenderweise doch an Sympathie bzw. „BauchgefĂŒhl“ gegenĂŒber Clarky mangeln, denn immerhin entscheidet man sich ein Leben lang fĂŒreinander.

Dass uns klischeehafte Argumente entgegenschlugen, wie „Ihr wisst gar nicht, was ihr euch da ins Haus holt“ oder „Wer weiß, welche Traumata und Aggressionen der hat“ haben uns dabei nicht verunsichert, sondern ließen und lassen uns heute umso mehr fĂŒr diesen „Mittelweg“ werben. Denn selbst, wenn man nicht den passenden vierbeinigen Partner fĂŒrs Leben gefunden hat und das Tier wieder in die Vermittlung geht, trĂ€gt man selbst tatkrĂ€ftig zum aktiven Tierschutz bei: Neuen Interessenten wird so nĂ€mlich die Möglichkeit gewĂ€hrt, den Kandidaten innerhalb der eigenen Landesgrenzen, ja vielleicht gar nicht weit entfernt persönlich kennenzulernen- ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenĂŒber der tierischen Konkurrenz, die weit weg in Bosnien-Herzegowina und Kroatien notgedrungen auf gute Bildaufnahmen und ansprechende Beschreibungen vertrauen muss, um ihre Menschen zu finden. Zumal das Tier wĂ€hrend der Pflegezeit schon das Zusammenleben in einer Familie und erste Strukturen und Regeln kennenlernen durfte, was ebenfalls seine Vermittlungschancen steigert. Das Ganze wird noch abgerundet von der Tatsache, dass wir nicht nur vor Clarkys Ankunft, sondern auch im Nachgang wertvolle UnterstĂŒtzung von H4A erhielten, sowohl in Form von Tipps und Tricks als z.B. sogar auch im Sinne von Medikamenten, die uns vom Verein per Post geschickt wurden, als der Kleine kurzzeitig etwas angeschlagen war.

Alles in Einem stellte die Pflegestelle mit Option fĂŒr uns persönlich also die beste Vermittlungsmöglichkeit dar, unabhĂ€ngig vom Ausgang nach den vier Wochen Kennenlernen auf Probe. Diese haben im Falle von Clarky aber ohnehin – wie wir von vornerein geplant und erhofft hatten – zu seiner offiziellen Adoption gefĂŒhrt!

Clarkys neues Leben in der bayerischen Oberpfalz
Wir hĂ€tten mit Clarky nicht mehr GlĂŒck haben können. Nicht nur, dass er schon stubenrein war und super leinenfĂŒhrig ist, er liebt einfach alle Menschen, inklusive Kindern, und ist durch und durch ein absoluter Charmeur: Pfote geben und große Hundeaugen machen sind seine Paradedisziplinen. Mit Leberwurst kann man ihn immer begeistern und sein Gassi liebt er, besonders im nahen Park, denn da gibt es immer viel zu tun und viel zu erschnĂŒffeln. Wenn wir dabei Efi, die ehemalige rumĂ€nische StraßenhĂŒndin, oder Labrador-Dame Monkey treffen ist der Tag perfekt, denn das sind seine besten Freundinnen. Was hingegen fremde Hunde beim Gassigehen betrifft, so ist Prinz Clarky schon wĂ€hlerischer. Je nach Einzelfallentscheidung schwankt es zwischen Nichtbeachtung bzw. Freude seinerseits oder auch dass beim Hundekontakt (v.a. mit RĂŒden) manchmal Satan aus ihm spricht. Aber das wurde uns von H4A schon so prophezeit (Thema Ehrlichkeit!) und mei, vollkommen sind wir alle nicht, dafĂŒr geht es ja bald ohnehin in die Hundeschule. Ansonsten findet er nur BrĂŒcken sehr suspekt, kommt dafĂŒr aber auch mit Katzen und sogar Pferden gut klar.

Außerdem beteiligt sich Clarky aktiv an der hĂ€uslichen Aufgabenverteilung, indem er die Posten der Sockenpolizei und des morgendlichen Weckdienstes ĂŒbernommen hat. Pflichtbewusst wie er ist, werden im beruflichen Exkurs zur Lebensmittelbehörde seinerseits auch unbewachte Lebensmittel wie jĂŒngst ein zum GlĂŒck unmariniertes 300 Gramm Bio-Rinderfiletsteak „konfisziert“, denn sicher ist sicher. Sein seliges LĂ€cheln im Anschluss sowie sein stets verliebter Blick uns gegenĂŒber – denn er hat eine richtige Mimik! – lassen natĂŒrlich nur auf aufrichtige Intentionen zu unserem Wohle schließen. Und so lernen auch wir Menschen im neuen Zusammenleben mit Hund jeden Tag etwas dazu, wie eben in der KĂŒche als Clarkys auserkorenem „Raum der Wunder“ nie mehr etwas mehr unbewacht liegen zu lassen. Ebenso wissen wir mittlerweile von unserem kleinen Fuchs, dass nicht jedes Fiepsen auf das Verrichten eines BedĂŒrfnisses schließen und uns aufspringen lassen muss, sondern durchaus auch mal dem bloßen Schrei nach Aufmerksamkeit gleichkommt, denn die liebt er sehr.

Abschließend ist zu sagen, dass wir uns sehr auf die weitere gemeinsame Zeit mit Clarky freuen und sehr glĂŒcklich darĂŒber sind, ihn gefunden und bei uns aufgenommen zu haben. Unser Respekt und Dank gelten allen H4A-Helfenden, die uns auf dieser Reise begleitet haben und uns auch heute noch unterstĂŒtzen, sowie allen anderen Beteiligten im Hintergrund. Wir hoffen, dass Karma, das Universum und/ oder eine höhere Macht euch fĂŒr eure MĂŒhen tausendfach belohnen und dass jeder Hund und jede Katze in eurer Obhut ein schönes, sicheres FĂŒr-immer-Zuhause finden werden.

Johanna & Tom mit Clarky

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